Sonntag, 28. Mai 2017

Die Natur ist unschlagbar


Vor vier Wochen lag Schnee auf meinen Reben und die zarten Blättchen an allen Augen waren erfroren. Es war ein trauriges Bild. Meine spanischen Freunde meldeten, dass auch in der nördlichen Hälfte Spaniens am 26. April Frost herrschte, der sehr viel Schaden anrichtete. Also in halb Europa. Zwei bis drei Wochen geschah äusserlich rein gar nichts. Sobald die Temperaturen nun rasant anstiegen, spriessten grüne Triebe aus allen Orten. Nur nicht vornehmlich dort, wo sie erwünscht sind - am einjährigen Holz. Weil dort üblicherweise Blüten und später Trauben wachsen.

vor allem in der Kopfregion treiben jetzt Triebe mit höchster Geschwindigkeit aus.





















Aber immerhin: mein Mikro-Rebberg grünt nun. Es kommt aus dem Stamm. Natürlich Nonsens. Diese Triebe entferne ich. Aber auch im Kopfbereich und einige wenige an den Ruten. Aus lauter Panik bilden die Pflanzen bereits Blütenstände. Vorläufig lasse ich vom Kopf an aufwärts alles wachsen. Später schaue ich dann, welche Triebe ich entferne, damit nicht zuviel Kraft fehlgeleitet wird. Viele Trauben erwarte ich nicht im 2017. Wichtig ist mir nur, dass die Stöcke keinen Schaden nehmen und vor allem, dass ich im nächsten Winter anständige einjährige Ruten habe, weil dort dann im 2018 wieder Trauben wachsen. Wohl keine leichte Aufgabe. Es geht immer um die Erziehung der Reben für's nächste Jahr. Wie bei den Kindern.









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